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Warum nachhaltige Werbegeschenke in deutschen Unternehmen zum Standard werden

neuthema
Last updated: June 10, 2026 7:58 pm
neuthema Published June 10, 2026
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5 Min Read

Wer in den letzten zwei Jahren eine Fachmesse in Deutschland besucht hat, dem dürfte aufgefallen sein: Die Zeiten billiger Plastikkugelschreiber und bedruckter Feuerzeuge als Streuartikel sind vorbei. Stattdessen liegen Notizbücher aus recyceltem Papier, Trinkflaschen aus Edelstahl und Baumwolltaschen mit Firmenlogo auf den Messeständen. Der Wandel vollzieht sich nicht aus reinem Idealismus, sondern weil Unternehmen zunehmend unter Druck stehen, ihre Nachhaltigkeitsversprechen auch im Detail einzulösen.

Contents
Recycelte Materialien verdrängen konventionelle StreuartikelWie die CSRD-Richtlinie Beschaffungsprozesse verändertGreenwashing erkennen und vermeidenDer deutsche Markt im europäischen Vergleich

Laut Marktdaten des Gesamtverbands der Werbeartikel-Wirtschaft (GWW) achten mittlerweile deutlich mehr Unternehmen bei der Auswahl von Werbegeschenken gezielt auf ökologische Kriterien als noch vor fünf Jahren. Besonders Marketing- und Kommunikationsabteilungen treiben diese Entwicklung voran. Sie wissen, dass jedes Werbegeschenk eine Aussage über die Marke transportiert.

Anbieter wie Greengiving.de haben sich auf genau dieses Segment spezialisiert und beliefern seit 2009 Unternehmen mit Produkten, die mindestens ein Nachhaltigkeitskriterium erfüllen. Das Sortiment reicht von Bambuskugelschreibern über Samenpapier bis hin zu Upcycling-Gläsern der Marke Rebottled. Für Einkaufsverantwortliche bedeutet das: Die Auswahl an ökologisch sinnvollen Optionen ist inzwischen groß genug, um für jeden Anlass etwas Passendes zu finden.

Recycelte Materialien verdrängen konventionelle Streuartikel

Auf der PSI-Messe in Düsseldorf, der größten europäischen Fachmesse für Werbeartikel, war im Januar 2026 ein klarer Trend sichtbar. Ein erheblicher Teil der ausstellenden Unternehmen präsentierte ausschließlich nachhaltige Produkte. Noch vor fünf Jahren war das Angebot in diesem Bereich kaum der Rede wert.

Besonders gefragt sind derzeit Kugelschreiber aus Bambus oder recyceltem Kunststoff, bedruckbare Baumwolltaschen aus Bio-Baumwolle und Notizbücher mit Einbänden aus Kork. Diese Produkte kosten pro Stück zwischen 10 und 30 Prozent mehr als ihre konventionellen Pendants. Viele Unternehmen bestellen dafür bewusst kleinere Mengen und setzen auf gezielte Verteilung statt Massenstreuung.

Die Hamburger Firma Beiersdorf etwa hat bei Kundengeschenken verstärkt auf nachhaltig zertifizierte Produkte umgestellt. Statt zehntausender Plastikkugelschreiber pro Quartal werden hochwertige Schreibgeräte aus recyceltem Material verteilt. Die Resonanz bei Geschäftspartnern fällt laut Branchenberichten durchweg positiv aus.

Wie die CSRD-Richtlinie Beschaffungsprozesse verändert

Seit Inkrafttreten der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) im Januar 2025 müssen große Unternehmen in Deutschland detailliert über ihre ökologischen Auswirkungen berichten. Das betrifft nicht nur Produktionsprozesse und Lieferketten, sondern auch scheinbar nebensächliche Bereiche wie Werbemittel und Büromaterial. Jeder Posten im Marketingbudget wird plötzlich auf seine ökologische Bilanz hin überprüft.

Bei Greengiving.de zeigt sich dieser Trend in einer deutlich gestiegenen Nachfrage aus dem Enterprise-Segment seit Anfang 2025. Unternehmen wie McKinsey und HeyJobs gehören bereits zum Kundenstamm des niederländischen Anbieters mit Sitz an der Königsborner Straße 26a. Die Kombination aus kostenloser digitaler Druckvorschau und europaweiter Lieferung macht die Zusammenarbeit für deutsche Konzerne unkompliziert.

Die CSRD-Pflicht trifft zunächst Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden und einem Umsatz über 50 Millionen Euro. Ab 2027 werden aber auch mittelständische Betriebe erfasst. Wer jetzt bereits nachhaltige Beschaffungsstrukturen aufbaut, spart sich später aufwendige Umstellungen.

Greenwashing erkennen und vermeiden

Nicht jedes als nachhaltig beworbene Werbegeschenk hält einer genauen Prüfung stand. Die Deutsche Umwelthilfe hat in den vergangenen Jahren mehrere Werbeartikel-Anbieter wegen irreführender Umweltaussagen abgemahnt. Selbst gut gemeinte Produkte wie Bambusbecher mit Melaminharz-Beschichtung fielen in der Vergangenheit negativ auf.

Seriöse Anbieter im Bereich nachhaltige Werbeartikel kennzeichnen bei jedem Produkt transparent, welches Nachhaltigkeitsmerkmal es konkret erfüllt. Das kann eine FSC-Zertifizierung beim Papier sein, ein GOTS-Siegel bei Baumwolltaschen oder der Nachweis von Fair-Trade-Bedingungen in der Produktion. Entscheidend ist, dass Unternehmen nicht nur das Produkt selbst, sondern auch Herstellungsprozess und Lieferkette hinterfragen.

Ein praktischer Hinweis für Einkaufsverantwortliche: Vor der Bestellung lohnt es sich, eine digitale Druckvorschau anzufordern, um das fertige Produkt realistisch beurteilen zu können. So lassen sich Fehlbestellungen vermeiden und Ressourcen schonen. Bei Greengiving.de etwa ist dieser Service standardmäßig kostenlos inbegriffen.

Der deutsche Markt im europäischen Vergleich

Deutschland liegt beim Einsatz nachhaltiger Werbegeschenke im europäischen Mittelfeld. Skandinavische Länder, allen voran Schweden und Dänemark, setzen bereits seit über einem Jahrzehnt verstärkt auf ökologische Alternativen. In Frankreich hat eine steuerliche Begünstigung für zertifizierte Öko-Werbeartikel seit 2024 den Marktanteil nachhaltiger Produkte merklich nach oben getrieben.

Für den deutschen Markt prognostiziert der GWW bis 2028 einen Anteil von rund 45 Prozent nachhaltige Werbeartikel am Gesamtmarkt. Das entspricht einem geschätzten Volumen von über einer Milliarde Euro. Die Nachfrage wächst besonders stark in den Bereichen Technologie, Beratung und öffentliche Verwaltung.

Interessant ist dabei, dass gerade kleinere spezialisierte Anbieter den Markt vorantreiben, während große Werbeartikelhändler ihre Sortimente erst schrittweise umstellen. Unternehmen, die konsequent ökologisch beschaffen wollen, finden bei spezialisierten Anbietern derzeit die größte Produkttiefe und die kompetenteste Beratung zu Materialien und Zertifizierungen.

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